About Midgard

About Midgard

 

Die Midgard Licht GmbH

Midgard ist ein 1919 vom Ingenieur Curt Fischer gegründeter Leuchtenhersteller, der bis heute ausschliesslich in Deutschland produziert. Midgard baute einst die ersten beweglichen ´Lenklampen´, eine echte Innovation zu Anfang des 20sten Jahrhunderts, Curt Fischer gilt vielen damit als der Erfinder des lenkbaren Lichtes.

Bis heute stellt Midgard drei Leuchtenserien her:

-Die Lenklampen, Pioniere des lenkbaren Lichtes, welche u.a. im Bauhaus beliebt waren
-Die Maschinenleuchte, robust, modular und flexibel konfigurierbar
-Die Federzugleuchte, ein Klassiker, von Midgard seit den 1950er Jahren hergestellt

 

Ein Jahrhundert Leuchtenbau von Midgard:

1919 - Die Gründung von Midgard

Midgard wurde 1919 in Auma / Thüringen vom Ingenieur Curt Fischer gegründet. Entstanden aus dem eigenen Bedarf für seine Maschinenfabrik IWA Ronneberger & Fischer (Industriewerk Auma), entwickelte Curt Fischer Scheren- und Gelenkleuchten. Er damit gilt als der Erfinder des ´lenkbaren Lichtes´. Die damals verbreiteten, von der Decke hängenden Leuchtenschirme spendeten nur statisches Licht von oben und waren dem Unternehmer damit als zu unflexibel aufgefallen. Diese Art der Beleuchtung verursachte, dass die Arbeiter teils ihre Werkstücke selbst verschatteten. Curt Fischer zeichnete und baute erste Prototypen von Gelenkleuchten, indem er das Strom-führende Kabel durch Rohre führte und Gelenke zwischen den Röhren entwickelte. Er perfektionierte das System, entwickelte zahlreiche mehrarmige Tisch-, Arbeits- und Wandleuchten und wandelte sich innerhalb weniger Jahre zum Leuchtenproduzenten, den er Midgard (in der Sage die von den Menschen bewohnte helle Mittelerde) nannte. Seine Entwürfe wurden schon früh u.a. von Walter Gropius entdeckt und geschätzt und im Bauhaus eingesetzt. Gropius förderte die Entwicklungen Fischers, die Briefwechsel sind im Original erhalten.

 

Die Nachkriegszeit

Curt Fischer verstirbt 1956, sein Sohn Wolfgang übernimmt die Betriebsleitung im Sinne seines Vaters. Bis in die spätern 60er Jahre produzierte Midgard seine mittlerweile drei Leuchtenserien: -die historischen Lenklampen, welche u.a. im Bauhaus eingesetzt wurden -die robuste und modulare wie auch wartungsfreie Maschinenleuchte -die Federzugleuchte Midgard in der DDR In der Zeit der Enteignung (1971) in der DDR produzierte Midgard als VEB Raumleuchte weiterhin die Maschinen und Federzugleuchte, u.a. als Lieferant von IKEA. Durch die Zusammenführung mit anderen Leuchtenbaubetrieben entstand der grösste Ostdeutsche Leuchtenhersteller. Im VEB-Betrieb war der Sohn Curt Fischers, Wolfgang Fischer Betriebsleiter.

 

Midgard nach der Wende

1990 erhielt Curt Fischers Sohn Wolfgang Fischer im Rahmen der Reprivatisierung das Unternehmen zurück und führte es wieder unter dem geschützten Namen Midgard mit diversen Produktverbesserungen an Maschinen- und Federzugleuchte ins neue Jahrtausend. Zu Anfang der 2000er übergab er nach und nach an seine zwei Töchter, welche erstmals wieder die klassischen Midgard Lenklampen in limitierter Stückzahl in Produktion nahmen. Die Maschinen- wie auch Federzugleuchten werden weiterhin im Werk in Auma produziert.

 

Midgard heute

Im Jahr 2015 übernehmen David Einsiedler und Joke Rasch das Unternehmen und führen es nach Restrukturierung zurück in die Produktion. Als erste Serie wird die Maschinenleuchte als modulares und frei konfigurierbares System wieder hergestellt, es folgen die Bauhausleuchte Typ 113 und die Federzugleuchte. Bis heute produziert Midgard vollständig und auf Originalwerkzeugen in Deutschland die drei Leuchtenserien Federzugleuchte, Maschinenleuchte und die historisch bedeutenden Bauhaus-Lenklampen.